Warum über die Decke kühlen?

Angenehme Kühlung über eine große Fläche

Hohe Außentemperaturen, große Fensterflächen und Wärmequellen im Gebäude können Räume im Sommer stark aufheizen. Ergänzend zu Verschattung und einer guten Gebäudehülle kann deshalb eine aktive Raumkühlung sinnvoll sein.

Eine Kühldecke nutzt eine große Fläche, um den Raum gleichmäßig zu temperieren. Ein ventilatorgestützter Kaltluftstrom ist dafür nicht erforderlich. Die Technik bleibt nahezu unsichtbar, während Boden und Wände weitgehend frei für Möblierung und Raumgestaltung bleiben.

Deckenkühlung Schema

Deckenkühlung einfach erklärt

Wie funktioniert eine Deckenkühlung?

Bei einer wasserführenden Kühldecke fließt temperiertes Wasser durch Rohrleitungen innerhalb der Deckenkonstruktion. Die kühlere Deckenfläche nimmt überschüssige Wärme aus dem Raum auf und führt sie über das Wasser ab.

Da die Kühlung über eine große Fläche erfolgt, wird der Raum gleichmäßig temperiert. Ein Gebläse im Raum ist dafür nicht erforderlich.

Der Begriff Deckenkühlung bezeichnet das Kühlprinzip. Die Kühldecke ist die aktivierte Deckenfläche, über die Wärme aufgenommen wird. Kann dieselbe Fläche im Winter zusätzlich zum Heizen genutzt werden, spricht man häufig von einer Klimadecke oder einer Heiz- und Kühldecke.

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Kühlen und Heizen über die Decke

Referenzmontage in einer Altbausanierung

Bei der Sanierung eines Einfamilienhauses aus dem Jahr 1962 wurde das System IDEAL CLASSIC PET 30 in Decke und Dachschrägen integriert. Im Sommer sorgt es für eine gleichmäßige Kühlung ohne störenden Luftzug, im Winter für angenehme Wärme.

Das Projekt zeigt, wie sich eine Deckenheizung und Deckenkühlung im Trockenbau auch im Bestand erfolgreich umsetzen lässt. Ergänzt wird das System durch eine Wärmepumpe, Wohnraumlüftung und Photovoltaikanlage.

Die Lösung von mfh systems:

System IDEAL als wassergeführte Heiz- und Kühldecke

Das System IDEAL ist ein wasserführendes System für Boden, Wand und Decke. Bei der Deckenmontage werden die Elemente in eine Trockenbaukonstruktion integriert. Aluminium-Wärmeleitbleche unterstützen die gleichmäßige Verteilung der Heiz- und Kühlleistung.

Je nach Projekt kann dieselbe Deckenfläche im Winter heizen und im Sommer kühlen. Entscheidend ist das abgestimmte Zusammenspiel aus Gebäude, Wärmepumpe, Hydraulik, Regelung und Taupunktüberwachung.

mfh systems unterstützt Fachpartner und Planer mit technischen Unterlagen, Systemwissen und Konstruktionsinformationen.

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Hintergrundelemente mfh systems

Die Vorteile der Deckenkühlung

  • Gleichmäßige Kühlung über eine große Fläche
  • Keine ventilatorgestützte Kaltluftströmung
  • Geräuschloser und zugluftfreier Betrieb
  • Platzsparend in die Decke integriert
  • Freie Boden- und Wandflächen
  • Heizen und Kühlen über dasselbe System möglich
  • Geringe Luftbewegung – angenehm für Augen und Schleimhäute
  • Mit geeigneter Wärmepumpe besonders effizient betreibbar
  • Für Neubau und Sanierung geeignet; im Bestand nachrüstbar
  • Für Wohn-, Büro- und Objektgebäude geeignet
Deckenkühlung IDEAL CLASSIC EPS 30

Wann ist eine Deckenkühlung sinnvoll?

Eine Deckenkühlung mit System IDEAL eignet sich besonders, wenn Räume leise, gleichmäßig und ohne sichtbare Kühlgeräte temperiert werden sollen. Ob sie zum Gebäude passt, hängt vor allem von Kühllast, verfügbarer Deckenfläche und Anlagentechnik ab.

Im Bestand nachrüsten

Bei Sanierungen kann das System in eine neue Trockenbaudecke integriert werden. Vorhandene Bodenaufbauten bleiben häufig erhalten. Voraussetzung sind ausreichend Raumhöhe, ein geeigneter Untergrund und genügend aktive Deckenfläche.

Im Neubau von Anfang an mitplanen

Im Neubau lässt sich die Heiz- und Kühldecke frühzeitig mit Wärmepumpe, Hydraulik und weiteren Deckeneinbauten abstimmen. So kann die verfügbare Fläche gezielt zum Heizen und Kühlen genutzt werden.

Mit Wärmepumpe sicher kühlen

Eine Wärmepumpe oder ein anderer Kälteerzeuger mit geeigneter Kühlfunktion temperiert das Wasser. Eine Taupunktüberwachung verhindert, dass die Deckenoberfläche zu stark abkühlt und Kondenswasser entsteht.

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Element
Referenz

Heizen und Kühlen über die Decke in der Praxis

Das Einfamilienhaus (Bj. 1962) wurde 2015 umfassend saniert. Dabei erhielt das EG eine Fußbodenheizung mit dem System IDEAL CLASSIC EPS 30 und der...

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Fragen & Antworten

Was Sie vor der Planung wissen sollten

Hier finden Sie kurze Antworten auf häufige Fragen zu System IDEAL Deckenkühlung, Kühldecke und Klimadecke.

Deckenkühlung bezeichnet das Prinzip, Räume über eine aktivierte Deckenfläche zu temperieren. Die aktive Fläche wird häufig als Kühldecke bezeichnet. Kann sie zusätzlich zum Heizen genutzt werden, spricht man fachlich von einer Heiz- und Kühldecke. Dafür wird auch der Begriff Klimadecke verwendet.

Projekt prüfen lassen

Temperiertes Wasser fließt durch Rohrleitungen in der Deckenkonstruktion. Die kühlere Deckenfläche nimmt Wärme aus dem Raum auf und führt sie über das Wasser zum Kälteerzeuger ab. Die Kühlung erfolgt großflächig und ohne ein Gebläse im Raum.

Das hängt von der Gebäudekühllast und der verfügbaren aktiven Deckenfläche ab. Fensterflächen, Verschattung, Dämmstandard, Personen, Beleuchtung und technische Geräte beeinflussen den Kühlbedarf. Eine belastbare Bewertung erfordert deshalb eine Kühllastberechnung und eine projektbezogene Auslegung.

Nur wenn das System, die Rohrleitungen, die Hydraulik, der Wärme- und Kälteerzeuger sowie die Regelung für den Kühlbetrieb geeignet sind. Eine vorhandene wasserführende Deckenheizung kann daher nicht automatisch als Kühldecke genutzt werden.

Die Wärmepumpe muss über eine geeignete Kühlfunktion verfügen. Je nach Wärmepumpentyp und Wärmequelle ist eine aktive oder passive Kühlung möglich. Zusätzlich müssen die verfügbare Kühlleistung, Hydraulik, Volumenströme und Regelung zur Kühllast des Gebäudes passen.

Die Oberflächentemperatur der Decke muss oberhalb des Taupunkts der Raumluft bleiben. Sensoren überwachen Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Bei Kondensationsgefahr passt die Regelung die Vorlauftemperatur an oder unterbricht den Kühlbetrieb.

Das hängt vom Gebäude ab. Eine Kühldecke eignet sich besonders für eine gleichmäßige, leise und unauffällige Raumtemperierung. Eine Klimaanlage kann dagegen aktiv entfeuchten, schneller reagieren und höhere Lastspitzen abdecken. Bei hohen Kühllasten oder erhöhtem Entfeuchtungsbedarf kann eine Kombination sinnvoll sein.

Ja, insbesondere wenn eine neue Trockenbaudecke vorgesehen ist. Vorher müssen Raumhöhe, Untergrund, verfügbare Deckenfläche, Leitungsführung und vorhandene Anlagentechnik geprüft werden. Ein Vorteil kann sein, dass vorhandene Bodenbeläge (wie Parkett, Fliesen, etc.) und Bodenaufbauten erhalten bleiben.

Die Kühlleistung hängt von der aktiven Fläche, der Kühllast, den Systemtemperaturen und der Luftfeuchtigkeit ab. Die Raumtemperatur wird dadurch durchschnittlich um vier bis sechs Kelvin gesenkt. So können beispielsweise Räume, die zuvor 28 °C warm waren, auf etwa 22 °C bis 24 °C heruntergekühlt werden.

Die Kosten hängen von der aktiven Fläche, dem Systemaufbau, der Unterkonstruktion, der Regelung, dem Wärme- und Kälteerzeuger sowie dem Montageaufwand ab. Auch die Frage, ob die Deckenkühlung im Neubau eingeplant oder im Bestand nachgerüstet wird, beeinflusst die Kosten. Eine belastbare Einschätzung ist deshalb erst nach Prüfung des Projekts möglich.

Kühllastberechnung, hydraulische Auslegung und Einbindung in die Gebäudetechnik erfolgen durch qualifizierte Fachplaner und Fachbetriebe. mfh systems unterstützt auf Systemebene mit technischen Daten, Konstruktionsinformationen, Montageunterlagen und der Auswahl geeigneter IDEAL-Systemvarianten.

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mfh systems stellt Systemdaten, Aufbauempfehlungen, Ausschreibungsinformationen und Montageunterlagen bereit. Fachpartner und Planer erhalten Unterstützung bei der Auswahl einer geeigneten Systemkonstruktion und bei der Einordnung der möglichen Anwendung. Die vollständige Gebäude- und Anlagenplanung bleibt Aufgabe der zuständigen Fachbeteiligten.

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